Der Bürgeranwalt - 24. September - ORF 2 - 17.30 Uhr
Herr Rosenthaler erhält Unterstützung durch den Volksanwalt
Da die Gemeinde Tillmitsch schon seit 1,5 Jahren den Neubau der Storchenstation verhindert, möchten wir diese Vorgehensweise als Behördenwillkür bezeichnen. Wir haben daher den Volksanwalt um Hilfe ersucht.
Ein Neubau der Storchenstation liegt im öffentlichen Interesse, daher wird es nun am Samstag, den 24. September 2011 eine Sendung des Bürgeranwalts geben, in der über den Neubau der Storchenstation diskutiert wird.
Die Vorgeschichte
Storchenvater Helmut Rosenthaler nimmt seit 1996 verletzte Störche aus der ganzen Steiermark auf, pflegt sie gesund und wildert sie erfolgreich wieder aus. Die Storchenstation - eigentlich das Privatgrundstück vom Herrn Rosenthaler - ist hoffnungslos überfüllt, bald können keine verletzten Störche mehr aufgenommen werden.
Aus diesem Grund soll auf einem geeigneten Grundstück eine neue Storchenstation errichtet werden.
Bereits Anfang 2009 war ein geeignetes Grundstück für einen Neubau gefunden worden, die Gemeinde hatte sich bereit erklärt, diesen Platz zu kaufen und an den Storchenverein zu verpachten. Der Gemeinderatsbeschluss fiel damals sogar einstimmig aus. Ab diesem Zeitpunkt versuchte die örtliche Jägerschaft alles, um den Neubau der Storchenstation auf diesem Platz zu verhindern.
Natürlich waren damals einige Grundstücke in der engeren Auswahl, aber entweder waren sie für den Storchenverein unerschwinglich oder Stromleitungen befanden sich in der Nähe des Grundstücks, die eine tödliche Falle für Störche sein können.
Mitte 2009 gab es Gemeinderatswahlen und die Gemeinde Tillmitsch stellte – vermutlich auf Druck von (Jäger-)Wählerstimmen - den Kauf des Grundstücks zurück, obwohl die Firma STRABAG bereits einen Kaufvertrag ausgestellt hatte.

Um das Grundstück nicht zu verlieren kaufte der Storchenverein dieses Grundstück Ende 2009.
Helmut Rosenthaler – am 16.11.2010 mit dem Tierschutzpreis „Der beste Freund der Tiere“ ausgezeichnet durch Gesundheitsminister Alois Stöger – kämpft seit rund 1 ½ Jahren für die Umwidmung zur Sondernutzung im Freiland durch die Gemeinde in Tillmitsch.
Da diese Behörde die Unterschrift noch immer verweigert, drängt sich natürlich die Vermutung auf, dass die Tillmitscher Jäger den Bürgermeister und einen Teil der Gemeinderäte (die selbst Jäger sind) nach wie vor unter Druck setzen. Denn Herr Macher, ein Tillmitscher Jäger, glaubt, dass „die Störche Raubvögel sind und nicht mehr zu den geschützten Arten gehören.“ (Interview in der „Woche“ vom 4.6.2009).
8.9.2011