Störche dürfen Airpower nicht zum Opfer fallen
Der Tierschutzverein "Vier Pfoten" nimmt Stellung zur Vertreibungsaktion von fast 30 Störchen durch das Bundesheer in Zeltweg:
Die für Anfang Juli geplante Airpower-Flugshow in Zeltweg droht zu einem Riesenkonflikt zwischen Militaristen und Natur- bzw. Tierschützern zu werden. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kritisiert die scharfe Schuss-Drohung des Bundesheers.
Hieß es bei der Pressekonferenz am Mittwoch noch "Wir werden alles tun, um die Sicherheit von Publikum, Piloten und Tieren zu garantieren", so sagte ein Bundesheerpilot freitags in "ATV Aktuell" bereits, dass man notfalls scharf schießen wolle, da die Sicherheit der Piloten wichtiger sei als das Leben dieser - im Übrigen streng geschützten - Tiere.
"Unfassbar überheblich und tierfeindlich", so Johanna Stadler von VIER PFOTEN. "Dann darf man eben keine Starterlaubnis erteilen. Irgendwo muss Kommerz seine Grenzen haben. Tierschutz und Naturschutz, insbesondere die Europäische Vogelschutzrichtlinie, müssen bedingungslos Vorrang haben. Wenn Musikfestivals aus Naturschutzgründen abgesagt oder verlegt werden, muss das auch bei Flugshows möglich sein.
Wir werden die Situation vor Ort in den nächsten Tagen genau beobachten." Wegen so einer teuren und nutzlosen Veranstaltung darf unsere Tourismusnation, die ja massiv mit der Rückkehr der Störche wirbt, nicht als Storchenmördernation gebrandmarkt werden. Sollte es wirklich zu Schüssen auf Störche kommen, kündigt VIER PFOTEN schon jetzt Klagen gegen die Täter an.
Rückfragehinweis:
Johanna Stadler
Geschäftsführerin
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Tel.: 0664/122 1051

18.6.2011