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Störche statt Airpower

Morgen Dienstag, 9 Uhr, findet vor dem Landtag eine Demonstration aller Storchen- und Vogelfreunde statt.

Aufgerufen haben dazu unter anderem „Vier Pfoten“ und der „Aktive Tierschutz Steiermark“.

 

Am Dienstag soll nämlich per Gesetzesnovelle der Abschuss von geschützten Tieren legalisiert werden. Das heißt, es betrifft auch unsere schönen Weißstörche, die für die geplante Airpower in Zeltweg ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Für diese Novelle stimmten die SPÖ, die ÖVP und die FPÖ, nur die „Grünen“ waren dagegen.

Laut WWF wird von einigen Bundesländern die Vogelschutzrichtlinie viel zu freizügig gehandhabt und es müssen dann Beschwerden bei der EU eingelegt werden.

 

„Letal vergrämt“ so wird man in Zukunft das Entfernen von geschützten Wildvögeln bezeichnen, es können also Störche, Kormorane oder Krähen einfach abgeschossen werden.

 

Im Aichfeld (Zeltweg und Knittelfeld) leben neben den zahlreichen Fremdstörchen zwei Brutpaare. Die Jungen können noch nicht fliegen und warten im Horst, bis die Storcheneltern zurückkommen.

Da niemand diese Altvögel von den anderen Störchen unterscheiden kann, könnte es noch eine doppelte Tiertragödie geben. Die Jungstörche müssten verhungern, wenn die Altstörche einfach abgeschossen werden.

 

Auf Malta wurden vor Kurzem viele Weißstörche getötet. Ein Aufschrei ging durch Europa und viele Proteste erreichten die dortige Regierung, denn die Störche gehören laut WWF zu den gefährdeten Tierarten.

Und nun entwickelt sich dank dem österreichischen Bundesheer auch Österreich zu einer Storchenmördernation (Zitat: Vier Pfoten).

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Zeltweger Störche

 

In einem Land mitten im Herzen Europas werden Störche für eine Belustigungsveranstaltung vertrieben bzw. sogar erschossen, nur um Kriegsgeräte, die zum Teil vorher Menschen getötet haben, präsentieren zu können. Aus Vorfällen wie "Ramstein" haben die Verantwortlichen nichts gelernt und setzen die Bevölkerung auch ohne Störche einem großen Risiko aus. Die Airpower wurde nämlich als Bundesheerveranstaltung deklariert, damit man sämtliche Bestimmungen und sonstige Auflagen umgehen kann.

Umweltverschmutzung und gravierende Lärmbelästigung spielen auf einmal keine Rolle mehr, zurück bleiben jede Menge Müll, zertrampelte Wiesen und eine verärgerte Bevölkerung im Aichfeld. Der Schaden für die Natur ist also viel größer als der Nutzen für einige Geschäftsleute und Politiker.

 

Liebe Storchenfreunde, es ist höchste Zeit, dass wir den verantwortlichen Politikern zeigen, was wir von dieser Gesetzesänderung halten.

Schlimm ist, dass sich Organisationen wie BirdLife Steiermark und der Naturschutzbund in Schweigen hüllen und dass die FA13c ihre Aufgabe anscheinend nur darin sieht, dem Bundesheer Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.

Man kann deren Mitgliedern und Angestellten nur raten, die Vogelschutzrichtlinie genauer durchzulesen. Diese erlaubt zwar Ausnahmegenehmigungen, aber sicher nicht pauschal für die ganze Steiermark und schon gar nicht den Abschuss von Störchen für eine Belustigungsveranstaltung.

 

Wenn Sie diese Demonstration unterstützen wollen, dann kommen Sie bitte am Dienstag um 9 Uhr zum Landhaus in Graz! Danke für Ihre Unterstützung!

 

Übrigens: Wer diese Airpower in Zeltweg besucht, unterstützt diesen Umweltfrevel!

20.6.2011

 

 

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